Gefällte Bäume

Zu wenig Geld für Bäume

Grüne beantragen deutlich mehr Mittel für Bäume in Stadt und Wald

Fraktionsvorsitzender der Grünen

Nicht nur der Klimawandel reißt große Lücken im Baumbestand der Stadt Bad Vilbel. In ungewöhnlichen Umfang werden derzeit in allen Abteilungen des Stadtwaldes massiv Bäume gefällt. Der Haushaltsentwurf des Magistrats sieht für die nächsten zwei Jahre lediglich etwas mehr als 6.000 Euro für Nachpflanzungen im Stadtwald vor. „Die Stadt Bad Vilbel gibt 60 Millionen Euro für eine neue Stadthalle aus, aber nur 6.000 Euro in zwei Jahren für neue Bäume. Angesichts der Baumverluste ist das ein krasses Missverhältnis!“, erklärt Jens Matthias, Fraktionsvorsitzender der Grünen in Bad Vilbel, „Wir brauchen deutlich mehr Geld, um in den nächsten Jahren Bäume pflanzen zu können.“

 

Peter Paul, Stadtverordneter der Grünen

Die Grünen beantragen für die Jahre 2021 und 2022 jeweils zusätzlich 50.000 Euro bereit zu stellen, um Bäume im Stadtwald als auch an Straßen und öffentlichen Grünflächen nachpflanzen zu können. „Was die Stadt als Eigentümerin des Stadtwaldes durch Hessenforst dem Stadtwald derzeit durch den Einschlag antut, wird den Wald weiter massiv schädigen. Deshalb braucht es dringend mehr Geld für die Aufforstung des Stadtwaldes“, schildert Peter Paul, Stadtverordneter der Grünen. Für 6510,44 Euro will die Stadt zwar 5.220 kleine Setzlinge von Eichen und Küstentannen erwerben, doch damit sind noch nicht das Pflanzen und der nötige Schutz der Setzlinge bezahlt.

In den vergangenen Jahren hat sich gezeigt, dass für Nachpflanzungen von Bäumen kein Geld verfügbar war. Erst die von den Grünen geforderten Hessentagsmittel für über 3.000 neue Bäume in der Stadt haben umfangreiche Pflanzungen ermöglicht. Doch die gravierenden Baumverluste ließen sich damit nicht ausgleichen. Nach Auskunft des Magistrats waren vor einigen Jahren noch 16.000 Stadtbäume jährlich zu überprüfen. Aktuell sind nur noch 7.150 Stadtbäume jährlich zu überprüfen. „Diese gewaltigen Einbußen müssen wir in den kommenden Jahren wieder ausgleichen“, fordert Peter Paul.

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