Eine Landstraße inmitten der Stadt

Verkehrswende in Bad Vilbel voranbringen

Verkehrsminister Tarek Al-Wazir ermöglicht Bad Vilbel Radwegebau

Clemens Breest, Vorsitzender der Grünen

Der Hessische Verkehrsminister Tarek Al-Wazir hat den hessischen Kommunen die Möglichkeit eingeräumt, die Planung und den Bau von Radwegen selbst zu übernehmen. Das Land Hessen erstattet die Planungskosten und übernimmt ein Großteil der Baukosten. „Die von der Landesregierung vorangetriebene Verkehrswende müssen wir mit allem Nachdruck für Bad Vilbel umsetzen, um der wachsenden Verkehrsbelastung in der Stadt etwas entgegenzusetzen“, findet Clemens Breest, Vorsitzender der Grünen in Bad Vilbel. „Die Möglichkeit selbst ein Planungsbüro mit der Suche nach geeigneten Trassen für Fuß- und Radwegen entlang der L3008 und deren Planung zu beauftragen, müssen wir deshalb nutzen. Die dafür nötigen Haushaltsmittel sind unbedingt einzustellen.“

Angesichts der vielen neuen Bürgerinnen und Bürger im Quellenpark und Im Schleid haben die Grünen Ende letzten Jahres die Prüfung von Fuß- und Radwegen entlang der L3008 beantragt. Im Frühjahr hat die Stadtverordnetenversammlung den Magistrat beauftragt, Hessen Mobil auf den Bedarf der Radwege entlang der L3008 hinzuweisen, denn Hessen Mobil ist verantwortlich für den Bau der straßenbegleitenden Radwege. Jedoch kann Hessen Mobil derzeit trotz einer eigens für den Radverkehr eingerichteten Abteilung und zusätzlicher Mitarbeiter*innen die Planung und Bau in absehbarer Zeit nicht übernehmen. Jedoch wird es Bad Vilbel zugestanden, selbst aktiv zu werden. Clemens Breest schlussfolgert deshalb: „Die Möglichkeit selbst den Radwegebau in Bad Vilbel voranzutreiben, muss der Magistrat dringend nutzen, denn die derzeitigen Radverbindungen sind meist nicht durchgängig. Zudem führen sie häufig zu gefährlichen Konflikten mit Fußgänger*innen und/oder dem Autoverkehr.“

In dem Haushaltsantrag der Grünen werden nicht nur 50.000 Euro Planungskosten für den Radwegebau entlang der L3008 beantragt. Gleichzeitig sollen weitere Mittel gesichert werden, die ggf. nicht abgerufen werden. „CDU und FDP haben 100.000 Euro Planungskosten für den Straßenbau beantragt. Wie sie selbst eingestehen, ist es gegenwärtig jedoch fraglich, ob diese Mittel tatsächlich benötigt werden. Damit sie nicht verfallen, sollten sie für den zusätzlichen Radwegeausbau und damit zur Entlastung des Straßenverkehrs genutzt werden“, meint Clemens Breest.

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