International Coastal Cleanup Day: Plastikflut stoppen!

Clemens Breest, Vorsitzender, und Fiona Janus, stellvertretende Vorsitzende der GRÜNEN in Bad Vilbel

Die Plastikflut gehört zu den größten Umweltproblemen unserer Zeit. Allein acht Millionen Tonnen Plastik landen jedes Jahr im Meer. Das entspricht einem Müllwagen pro Minute. Wenn wir nicht radikal umsteuern, könnte im Jahr 2050 das Plastik im Ozean mehr wiegen als alle Fischschwärme zusammen. Auch unsere Flüsse und Böden leiden unter der zunehmenden Vermüllung. Inzwischen findet sich Mikroplastik sogar in der Arktis und im Gletschereis – obwohl dort fast keine Menschen leben.

Deshalb rufen die Grünen in Bad Vilbel am 15. September anlässlich des weltweiten Coastal Cleanup Days zur Vermeidung von Plastikmüll auf. „Plastikmüll ist die Seuche des 21. Jahrhunderts“, sagt Clemens Breest, Vorsitzender von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN in Bad Vilbel. „Böden, Gewässer und Tiere leiden unter der Vermüllung unserer Umwelt. Wir wollen an diesem Tag dazu aufrufen, auf Plastik möglichst zu verzichten, um aus unserer Welt keine Müllkippe zu machen.“

Der Erhalt der Meere und der Schutz der Meeresbewohner sei den GRÜNEN ein besonders wichtiges Anliegen, so Fiona Janus, stellvertretende Vorsitzende in Bad Vilbel. Ein Großteil der riesigen Müllstrudel, die im Pazifik, im Atlantik und im Südindischen Ozean entstanden sind, komme jedoch vom Land und werde über Bäche und Flüsse ins Meer gespült. Deshalb könnten sowohl Helferinnen und Helfer, die am Meer, aber auch jene, die auf dem Land leben, einen wichtigen Beitrag zur Verringerung des Müllproblems leisten, so Fiona Janus.

Breest betont auch: „Wir können als Verbraucherinnen und Verbraucher klare Zeichen setzen. Deshalb veranstalten wir den Infostand im Brunnencenter in Dortelweil. Wie der Herkules-Markt zeigt, reagiert der Einzelhandel auf das steigende Umweltbewusstsein der Bevölkerung.“

Fiona Janus ergänzt: „Das entbindet aber nicht die Politik von der Pflicht, sich um das Problem zu kümmern. Sie muss Regeln schaffen, damit überhaupt weniger Plastikmüll anfällt – etwa über eine Steuer auf Wegwerfplastik, ein Verbot für Mikroplastik in Cremes und über eine konsequente Strategie hin zu mehr recycelbarem Plastik.“

Der Infostand der GRÜNEN findet am 15. September ab 10 Uhr im Brunnencenter in Dortelweil statt. Hier werden Informationen zu Alternativen vor allem zum Einwegplastik vorgestellt.

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