Sportstättenbedarf: Grüne verärgert über Fehlinformationen

CDU sieht keinen Handlungsbedarf wegen vermeintlichen Mitgliederrückgangs

Clemens Breest, Vorsitzender der Grünen und Mitglied im Planungs-, Bau- und Umweltausschuss

Erst im Mai haben die Grünen beantragt, dass der Magistrat einen möglichen Standort für ein weiteres oder erweitertes Außensportgelände ausfindig machen soll, um dem wachsenden Sportstättenbedarf in der Stadt gerecht zu werden. (Antrag Standortsuche neues Sportaußengelände) Im Planungs-, Bau- und Umweltausschuss hat die Fraktionsvorsitzende der CDU, Irene Utter, erklärt, dass es bei den Fußballvereinen keinen Bedarf an einer derartigen Erweiterung gäbe. Begründet hat sie dies mit Spielerrückgang, insbesondere die Jugendmannschaften hätten angeblich größte Probleme den Spielbetrieb aufrecht zu erhalten. Durch den Rückgang wären laut Utter trotz Zuzug die bestehenden Kapazitäten ausreichend. Vertreter anderer Fraktionen haben Utters Aussage bestätigt. Daraufhin haben die Grünen ihren Antrag zurückgezogen. Völlig überrascht sind die Grünen jetzt von einem Zeitungsartikel, der die Darstellung von Irene Utter gänzlich widerlegt. (FNP-Artikel: „SC Dortelweil wünscht sich zweiten Kunstrasenplatz„) „Über die offensichtliche Fehlinformation der CDU im Ausschuss als auch gegenüber der Presse sind wir sehr verärgert“, erklärt Clemens Breest, Mitglied des Planungs-, Bau- und Umweltausschusses, „Unser Antrag hat dem vom SC Dortelweil angemeldeten Bedarf entsprochen und war richtig.“

Jens Matthias, Fraktionsvorsitzender und Mitglied im Haupt- und Finanzausschuss

Weiter war der Presse zu entnehmen (FNP-Artikel: „SC Dortelweil wünscht sich zweiten Kunstrasenplatz„), dass der Magistrat den vom SC Dortelweil gewünschten Ausbau mit der Begründung ablehnt, dass die Grünen sich gegen die zusätzlichen Kosten ausgesprochen hätten. Hierzu stellt Jens Matthias, Fraktionsvorsitzender der Grünen und Mitglied im Haupt- und Finanzausschuss, fest: „Es gab und gibt mit uns keine internen Absprachen über eine mögliche Sportstättenfinanzierung. Es überrascht uns sehr, dass die CDU Bad Vilbel sich mit uns Grünen in einer Koalition wähnt und einem vermeintlichen Votum von uns solch ein Gewicht beimisst.“

Die Grünen werden sich weiter dafür einsetzen, dass erfolgreiche Vereinsarbeit und insbesondere vorbildliche Jugendförderung auch die nötigen Kapazitäten erhält. Egal ob es in Dortelweil beim SC ist oder auf dem Heilsberg beim Erhalt der Aschenbahn. „Wir haben den Eindruck, dass bei den Sport- und Freizeiteinrichtungen jetzt gespart werden soll, um die finanziellen Ausfälle des geplatzten Kombibad-Projektes zu kompensieren. Es darf aber nicht sein, dass Jugendliche und Ehrenamtliche die finanziellen Folgen der missglückten Großprojekte zahlen müssen“, fordert Clemens Breest.

Aufgrund der Richtigstellung durch den SC Dortelweil werden die Grünen sich mit dem SC Dortelweil über den konkreten Bedarf austauschen und ihren zurückgezogenen Antrag in die nächste Sitzungsrunde wieder einbringen.

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